Wildcampen in Europa - Ridestore Magazine

Wildcampen in Europa: Der Ultimative Guide

Wie wäre es, die zivilisierte Welt für eine kurze Zeit hinter sich zu lassen, in die Wildnis zu gehen und für eine Nacht unter den Sternen zu schlafen? Das ist Wildcampen!

Frische Luft, völlige Freiheit und der absolute Seelenfrieden.

Leider kann man nicht einfach mit einem Zelt losfahren und irgendwo mit dem Campen beginnen. Auch wenn man sich weit draußen in der Natur befindet, gibt es in vielen Teilen Europas Regeln für das Wildcampen.

In diesem Artikel möchten wir euch die Länder vorstellen, die für das Wildcampen in Europa am besten geeignet sind. Außerdem erklären wir euch, wie man in Ländern mit mehr Einschränkungen trotzdem Wildcampen kann und in welchen Ländern Europas man auf das Wildcampen komplett verzichten sollte.

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Wildcampen in Europa - Schnellnavigation

Die Besten Reiseziele zum Wildcampen in Europa

Unsere Top-Wildcampingziele in Europa eignen sich nicht nur hervorragend für Wildcamping. Sie sind auch die Heimat einiger der schönsten Fernwanderwege in Europa. Denn wir haben bei der Zusammenstellung dieses Artikels nicht nur nach tollen Wildcamping-Spots gesucht, sondern auch nach Ländern, in denen es auch neben dem Campen spannende Aktivitäten gibt.

Aber lasst uns keine Zeit verschwenden und direkt zur Sache gehen! Hier ist unsere Liste der besten Reiseziele in Europa zum Wildcampen.

Wildcampen in den nordischen Ländern

Wildes Camping in den nordischen Ländern ist mehr oder weniger das stressfreieste Erlebnis, das man finden kann. Wildcamping ist dort nicht nur legal, sondern wird sogar gefördert. Trotzdem gibt es Regeln und Vorschriften.

Wildcamping in Schweden

In Schweden darf man überall in der Natur campen, auch auf privatem Land. Dies ist dem berühmten Allemansrätt zu verdanken. Ein Gesetz, das existiert, um jedem Zugang zur Natur zu gewähren.

Achte aber immer darauf, Natur, Pflanzen und Wildtiere zu respektieren. Man darf zum Beispiel Wildblumen pflücken, aber keine Rinde von Bäumen reißen.

Laut dem Allemansrätten darf man, wie bereits erwähnt, auf privatem Land campen, aber nicht in der Nähe von Gebäuden. Und nicht in privaten Gärten oder auf dem Grundstück rund um Gebäude.

Informiere dich auch über Lagerfeuerverbote. Im Allgemeinen ist es erlaubt Feuer zu machen. Einige Orte haben jedoch möglicherweise ein Verbot, um Wildtiere oder die Natur zu schützen. Während eines Teils der Sommermonate, wenn die Gefahr von Waldbränden groß ist, gibt es manchmal ein Feuerverbot.

Dank dem Allemansrätten kann man ein paar Nächte am selben Ort bleiben, bevor man weiterziehen sollte. Wenn man sein Lager tief im Wald aufgeschlagen hat, kann man ohne Sorgen auch länger bleiben, wenn es einem dort gefällt. Aber im Allgemeinen sollte man nur ein paar Nächte am gleichen Ort bleiben.

Allemansrätten gilt nur für kleinere Gruppen. Wenn du in einer großen Gruppe mit mehreren Zelten unterwegs bist, musst du zuerst um Erlaubnis der Eigentümer bitten.

Einige Nationalparks und Naturschutzgebiete haben spezielle Regeln für das Wildcampen. Informiere dich über die spezifischen Regeln für deine Region, in der du am Wildcampen interessiert bist.

Auch das Wildcampen mit dem Wohnmobil ist in Skandinavien gestattet und ein großartiger Weg, um die atemberaubende Natur des hohen Nordens hautnah mitzuerleben.  

Wildcamping in Norwegen

Wild Camping in Norwegen unterscheidet sich nur wenig von den Regeln in Schweden. Sie haben auch das Gesetz der Allemannsretten (in Schweden und Norwegen unterschiedlich geschrieben).

Die Regeln sind ziemlich ähnlich, trotzdem unterscheiden sie sich geringfügig. Der Tourismusverband von Norwegen hat eine leicht zu befolgende Anleitung zur legalen Durchführung von Wildcamping in Norwegen erstellt. Den Link dazu findet ihr hier.

Kurz gesagt, man soll Rücksicht nehmen und darf weder der Natur noch anderen in der nahen Umgebung einen Schaden hinzufügen.

Man muss stets einen Abstand von 150 Metern zum nächsten bewohnten Haus einhalten. Wenn man länger als zwei Nächte bleiben möchten, muss man den Grundbesitzer um Erlaubnis bitten. Dies gilt nicht, wenn du dich in den Bergen oder in einem anderen abgelegenen Gebiet befindest.

Zwischen dem 15. April und dem 15. September sind Lagerfeuer in der Nähe von oder in Wäldern verboten. Mit Ausnahme zugelassener Lagerfeuerstellen oder in Bereichen, in denen eine Brandgefahr höchst unwahrscheinlich ist. Wie zum Beispiel am Meer und weg von Bäumen.

Genau wie in Schweden sind offene Feuer während extremer Dürre verboten. Dies gilt auch für Grills, Campingkocher und Gasbrenner.

Wildcamping in Finnland

Finnland ähnelt den Regeln in Schweden und Norwegen mit dem Allemansrätt sehr. Es gibt einige lokale Unterschiede, aber wie sie in den nordischen Ländern sagen; Mit ein wenig gesundem Menschenverstand wird man es weit schaffen.

Und das ist so ziemlich die Mentalität, wenn es darum geht, draußen in der Natur zu sein. Dinge wie keinen Müll zurückzulassen, das Eigentum und die Häuser der Menschen zu respektieren und weder der Natur noch der Tierwelt zu schaden sollten selbstverständlich sein.

Man darf für eine begrenzte Zeit am selben Ort in der Natur Wildcampen, solange man sich nicht in nächster Nähe zu einem Gebäude befindet.

Man darf kein Feuer machen, ohne um Erlaubnis zu bitten, sofern man sich nicht an einem gekennzeichneten Lagerfeuerplatz befindet. Man darf jedoch auf einem Campingkocher oder Grill kochen.

Es gibt einige Schutzgebiete und Militärgebiete, in denen das Allemansrätten nicht gilt.

Wildcamping in Estland

Wildcamping in Estland ist fast so einfach wie in den oben genannten nordischen Ländern, in Estland nennt sich dieses Gesetz „Roaming“. Das Gesetz gibt jedem das Recht, frei in der Natur zu campen und zu wandern.

Man darf allerdings nicht auf privatem Land campen. Vermeide also markierte private Gebiete und halte dich von der Zivilisation fern, und alles wird gut gehen. Die Landschaft Estlands wird nicht von Ackerland oder anderen privaten Flächen dominiert, was es einfach macht, sich von privaten Flächen fernzuhalten.

Auf Land, das der Regierung gehört, darf man für eine begrenzte Zeit an derselben Stelle Wildcampen. Mit Ausnahme von Nationalparks und Militärgebieten.

Die estnische Regierung hat ein paar einfache Regeln, die man befolgen muss, wenn man Wildcampen geht oder sich in der Natur aufhält:

  • Hinterlasse beim Camping keine Spuren.
  • Störe nicht den Frieden.
  • Räume auf und nehme den Müll mit.
  • Wasche dich und dein Geschirr und alles andere, was auf trockenem Land gewaschen werden muss, fern von Wasserquellen.
  • Verwende Wanderwege und machen keine eigenen Wege.

Wildcamping in Schottland

Wild Camping in Schottland funktioniert problemlos, da die Regierung klare und hilfreiche Informationen bereitstellt. Darüber hinaus bietet Schottland einige magische Landschaften und Ausblicke.

Es gibt jedoch einige Gebiete in Schottland, in denen man nicht Wildcampen darf.

Am besten geht man dazu einfach zu Outdoor Access Scotland und informiert sich über den aktuellen Status. East Loch Lomond hat zum Beispiel einige Statuten, die man hier nachlesen kann.

Trotzdem darf man in den meisten Teilen Schottlands Wildcampen und muss dabei nur die Richtlinie befolgen, keine Spuren zu hinterlassen.

Einige andere Richtlinien sind es, in Bewegung zu bleiben und einen anderen Ort zu finden, wenn der, an dem man sich befindet, überfüllt ist. Verwende nach Möglichkeit einen Herd, anstatt über offenem Feuer zu kochen. Und entzünde niemals ein Feuer während Trockenperioden in sensiblen Bereichen.

Wildcamping in Frankreich

Wildcamping in Frankreich ist legal, aber komplizierter als in den oben genannten Ländern, und für verschiedene Szenarien gelten unterschiedliche Regeln.

Am besten erkundigt man sich dazu im örtlichen Tourismusbüro, welche Regeln für das Gebiet gelten, in dem man sich gerade befindet.

Kurz gesagt: Stelle dein Zelt nicht am Meer auf, gehe sicher, dass du mehr als 200 Meter von Trinkwasserquellen entfernt bist, und halte dich von historischen Denkmälern oder Stätten fern.

Wildcampen auf privatem Land oder am Straßenrand sind ebenfalls verboten. Wenn man sich an die oben genannten Punkte hält, und sein Camp am Morgen zusammenpackt, wird es meisten Fällen gut gehen.

Frankreich hat viel zu bieten, wenn es um Wildcampen geht. Lese einfach ein wenig nach, bevor es losgeht, und einem besonderen Abenteuer der Extraklasse steht nichts im Weg.

Wildcamping in Spanien

Wild Camping in Spanien kann etwas kompliziert sein, denn Regeln sind lokal und nicht national. Die Polizei oder die „Guardia Civil“ in Spanien zögert nicht, eine Geldstrafe zu verhängen, wenn man in der falschen Gegend campen geht.

Das nationale Gesetz besagt, dass man wildcampen darf, wenn man einige Regeln befolgt. Man darf nicht näher als 100 Meter vom Meer entfernt campen. Nationalparks und Naturparks sind verboten. Privateigentum ist verboten, dazu gehören auch historische Denkmäler. Militärzonen und städtische Gebiete sind illegal.

Gemäß Artikel 46.1 gelten in den folgenden Zonen die nationalen Vorschriften für wildes Camping.

Das Baskenland, Katalonien, Madrid, Castilla y León und Castilla la Mancha.
(El artículo 46.1 de la orden del 28 de julio)

Man darf keine Gruppe mit mehr als 10 Personen und drei Zelten sein. Zelte, die näher als 500 Meter sind, gehören zur selben Gruppe.

Alle anderen Zonen in Spanien haben einige lokale Regeln, die wildes Zelten in irgendeiner Weise verbieten.

Wildcamping in Polen

Wild Camping in Polen ist nicht legal, aber weithin akzeptiert.

Man sollte nicht am Strand oder in einem Nationalpark campen. Beliebte Wanderziele wie der Tatra-Nationalpark sind besonders streng und die Park Ranger kontrollieren dort. In so ziemlich jedem Nationalpark wird man daher höchstwahrscheinlich mit einer Geldstrafe belegt.

Seltsamerweise ist es gesetzlich nicht gestattet, in einem Wald zu campen. Aber nach dem, was wir gelesen haben, ist das nur der Fall, wenn man vorhat, ein Feuer zu machen.

Wenn nicht, kann man direkt loslegen. Sogar das offizielle polnische Forstamt hat eine Karte mit Wäldern und Campingplätzen bereitgestellt.

Die Gesetze des Wildcampens

Die oben genannten Länder sind die Länder in Europa, die wir ganz oder teilweise für das Wildcampen empfehlen können. Wie ihr lesen konntet, ist es in einigen Ländern nicht nur legal, sondern es wird auch ermutigt, wild zu campen. Andere Länder haben dafür mehr Einschränkungen.

Im übrigen Europa ist es mehr oder weniger illegal, wild zu campen. Einige Länder setzen dies mehr durch als andere.

Es ist natürlich immer noch möglich, und man kann Glück haben und keine Geldstrafe erhalten. Ich persönlich war in meinem Leben bereits viel wild campen, und ich habe insgesamt bisher nur einmal eine Geldstrafe erhalten. 60 Euro für das Schlafen im Auto in Slowenien.

Wenn du immer noch am Wild Camping im Rest Europas interessiert bist, findest du hier eine Liste der Gesetze in den verschiedenen Ländern Europas.

Wildcampen in Europa
(Gesetze pro Land)

Albanien

Wildcamping in Albanien ist erlaubt und weit verbreitet. Man sollte allerdings Nationalparks und Naturschutzgebiete meiden. Stelle dein Zelt nicht in der Nähe von Staatsgebäuden oder auf privaten Grundstücken auf.

Österreich

Wildcampen in Österreich ist grundsätzlich verboten. Wenn man sich in einem ungeschützten Wald befindet, darf man allerdings für eine Nacht ein geplantes Biwak aufstellen.

Wenn man also einen Biwaksack und kein Zelt hat, darf man in Österreich legal wildcampen, wenn man sich außerhalb verbotener Gebiete aufhält. Keine Nationalparks oder Reservate.

Belgien

Wildes Camping in Belgien ist ein No-Go. Es ist illegal und außerdem gibt es in Belgien nicht kaum Natur.

In Belgien gibt es einige Campingplätze, auf denen man legal ein Zelt aufschlagen darf, vom wildcampen raten wir allerdings eindeutig ab.

Bosnien & Herzegowina

Wildcamping in Bosnien und Herzegowina ist legal und es gibt keine strengen Vorschriften. Achte aber auf mögliche Landminen. Wenn es Warnschilder für Landminen gibt, ist es offensichtlich keine gute Idee in diesem Bereich ein Zelt aufzuschlagen.

Bulgarien

Wildcamping in Bulgarien ist offiziell nicht erlaubt, wird aber weitgehend toleriert und praktiziert. Vor allem, wenn man nur für eine begrenzte Zeit am selben Ort bleiben möchte. Wenn man vorhat monatelang am gleichen Ort zu bleiben, sieht das Ganze möglicherweise anders aus.

Auch wenn es für Bulgaren selbst üblich ist, lange Zeit am selben Ort wild zu campen.

Als ich an der Küsten des schwarzen Meers in Bulgariens wildcampen war, habe ich viele Leute getroffen, die ihre Zelte in den Höhlen an der Küste aufgestellt haben und den ganzen Sommer über geblieben sind. Die meisten von ihnen waren jüngere Leute, die zum Klettern am Meer dort unterwegs waren.

Kroatien

In Kroatien darf man nicht wild campen. In touristischen Gebieten, Nationalparks und in der Nähe von Stränden wird dies auch strikt durchgesetzt.

Weit entfernt von den oben genannten Orten werden die Gesetze jedoch nicht so streng überwacht. Trotzdem riskiert man es, eine Geldstrafe dafür zu erhalten.

In den Zeiten, in denen ich in Kroatien wildcampen war, habe ich das Zelt gar nicht erst aufgebaut und stattdessen meine Hängematte direkt zwischen zwei Bäume aufgespannt oder einfach in meinem Schlafsack direkt auf dem Boden geschlafen.

Und ich habe einige großartige Erfahrungen mit dem Schlafen draußen in Kroatien gemacht.

Tschechien

Wildes Camping hier ist bezüglich den Regeln in Österreich sehr ähnlich. Zelte sind nicht erlaubt, aber ein Biwak ist für eine Nacht erlaubt.

Selbst das Aufstellen eines Zeltes auf privatem Land mit Erlaubnis des Grundbesitzers ist nicht gestattet. Auch wenn in diesen Fällen die Polizei möglicherweise wegschaut, wenn man eindeutig die Erlaubnis des Landbesitzers erhalten hat.

Es gibt allerdings keine Regeln gegen das Übernachten in einem Auto, um die Fahrfähigkeit wiederherzustellen. Man darf also in seinem Auto schlafen. Auch wenn das kein Wildcampen ist.

Zypern

Wildcamping in Zypern ist bis auf einige Schutzgebiete legal.

Denke nur an die Auswirkungen von Lagerfeuern und informiere dich über die aktuellen Vorschriften. In den heißesten Monaten kann ein Brand hier großen Schaden anrichten.

Dänemark

Im Gegensatz zu anderen nordeuropäischen Ländern ist Wildcamping in Dänemark nicht legal. Man darf hier nur auf ausgewiesenen Campingplätzen campen.

Die Chancen stehen nicht besonders hoch, dass man erwischt wird, wenn man sein Lager außerhalb eines der ausgewiesenen Campingplätze aufschlägt. Mit Ausnahme von Stränden, die strengstens verboten sind.

England

Wildcamping in England und Wales ist mit Ausnahme von Dartmoor nicht gestattet.

Deutschland

Wildcamping in Deutschland ist Österreich ziemlich ähnlich, na ja, fast ganz Mitteleuropa hat ähnliche Regeln gegen Wildcamping. Man darf für eine Nacht ein Biwak aufschlagen.

In Deutschland hat man allerdings erkannt, dass nicht jeder auf einem All-Inclusive-Campingplatz campen möchte.

Und es gibt inzwischen tatsächlich einige ausgewiesene Bereiche, in denen man ein dem Wildcampen ähnliches Erlebnis hat.

Von kostenlos bis ca. 10 Euro gibt es große Trekkinggebiete, in denen man Wildcampen in den folgenden Gebieten betreiben darf:

Camping in der Eifel

Die Eifel ist ein wunderschönes Trekkinggebiet in Deutschland. Hier kann man gegen eine Gebühr von 10 Euro übernachten. Man kann dort jedoch nicht überall campen. In der Umgebung gibt es ausgewiesene Standorte, die alle mit einer Holzplattform, einem Tisch und einer Verbundtoilette ausgestattet sind.

Camping in Schleswig-Holstein

In dieser Region Deutschlands stehen viele verschiedene Standorte zur Auswahl.

Nach unseren Erkenntnissen gibt es in den verschiedenen Trekkinggebieten bestimmte Orte, an denen man sein Zelt aufschlagen darf.

Das ist also technisch gesehen kein Wildcamping. Aber es ist auch kein Camping auf einem Campingplatz mit anderen Leuten in der Nähe.

Camping im Pfälzer Wald

Gegen eine Gebühr von 10 Euro kann man sein Zelt an einem der dafür vorgesehenen Orte im Trekkingbereich aufschlagen.

Camping im Schwarzwald

Im Schwarzwald finden viele Outdoor-Aktivitäten statt. Und hier darf man wandern und ein Zelt aufschlagen. Aber es gibt dafür vorgesehene Stellen im Wald und man kann seinen Nächtigungsort nicht frei wählen.

Zusammenfassend ist dies alles andere als Wildcampen. Aber wenn man den Massen oder dem Komfort normaler Campingplätze entfliehen möchten, gibt es in Deutschland zumindest einige Optionen für Abenteuerlustige.

Sie sind jedoch trotzdem regulierte Optionen. Daher würden wir einen Wildcampingausflug in Deutschland nicht empfehlen. Aber wenn man bereits in Deutschland ist und es versuchen möchte, könnten diese Optionen rechtlich gesehen die besten sein.

Griechenland

Wildcamping in Griechenland ist gesetzlich nicht erlaubt, aber in einigen Bereichen toleriert.

Wenn man etwas recherchiert, scheint man sich jedoch einig zu sein, dass wildes Zelten sowohl von Anwohnern, als auch von Beamten toleriert wird, solange man sich von Touristengebieten, Straßen und beliebten Stränden fernhält.

Ungarn

Wildcamping in Ungarn ist sehr eingeschränkt und in allen Nationalparks verboten.

Abgesehen davon darf man technisch gesehen für maximal 24 Stunden lang ein Zelt in ungeschützten Naturgebieten aufschlagen. Beachte auch, dass Feuerverbote in Ungarn häufig vorkommen.

Island

Wildcamping in Island ist nicht illegal, wird aber nicht empfohlen. Man darf nicht auf privatem Land oder für einen bestimmten Zweck entwickeltem Land campen, und in Island ist das meiste Land privat.

Es gibt viele zusätzliche Regeln, die Wildcampen in Island erschweren. Wenn man jedoch wirklich ein Experte für die Definition der Ausnahmegebiete oder die Erteilung schriftlicher Genehmigungen durch die Landbesitzer werden möchte, kann man dies tun.

Ich persönlich haben Wildcampen in Island ausprobiert. Wir sind dabei mit dem Auto und Zelt herumgereist. Wir haben fünf Nächte außerhalb ausgewiesener Lagerbereiche geschlafen. In zwei von fünf Nächten wurden wir von Landbesitzern oder der Polizei geweckt. Die Chancen stehen also nicht sehr gut. Es wurden allerdings keine Geldstrafen verhängt, wir mussten lediglich zu einem anderen Ort weiterziehen. Aber das ist mitten in der Nacht auch nicht wirklich die angenehmste Option!

Irland

Du darfst in Irland nicht wild campen. Möglicherweise findet man aber trotzdem einige Bereiche an abgelegenen Orten, an denen es toleriert wird.

Italien

Die Regeln von Wildem Camping in Italien sind nicht ganz klar. Die Regeln und Gesetze sind auf lokaler Ebene festgelegt und nicht auf nationaler. Die Gesetze unterscheiden sich also zwischen den Regionen.

Meinen Recherchen zufolge ist es im Allgemeinen unwahrscheinlich, dass man Probleme mit einer einzigen Nacht in der Natur haben wird. Wenn man aber mehrere Nächte an derselben Stelle verbringen möchte, kann dies zu Problemen führen. Die Regeln werden in dann normalerweise sehr strikt durchgesetzt.

Kosovo

Wildcamping im Kosovo ist nicht offiziell verboten und auch nicht offiziell legal. Was macht es mehr oder weniger legal?

Es gibt keine offiziellen Einschränkungen für wildes Campen im Kosovo und es gibt viele schöne Orte, um wildes Campen im Kosovo zu betreiben.

Lettland

Wild Camping in Lettland ist eigentlich mehr oder weniger legal. Wenn man den richtigen Ort wählt. In einigen Gebieten ist wildes Campen nicht legal. Aber es ist eine weithin akzeptierte Aktivität in Lettland.

Halte dich fern von Nationalparks, Privateigentum und Sanddünen mit Vegetation. Wenn man sich darüber hinaus respektvoll gegenüber der Natur und Ihrer Umgebung verhält, keine lauten Geräusche macht oder laute Musik spielt usw., wird man keine Probleme haben und es steht jedem frei, Wildcampen in Lettland zu genießen.

Achte auf Schilder, die wildes Zelten verbieten. In verschiedenen Regionen Lettlands können lokale Vorschriften gelten.

Litauen

Wildcamping in Litauen ist sehr ähnlich zu den Regeln des Wildcampings in Lettland. Es ist an vielen Orten mit einigen Einschränkungen legal. Es können auch lokale Regeln gelten. Achte daher auf Beschilderungen gegen wildes campen.

Luxemburg

Wildcamping ist in Luxemburg illegal und das Gesetz wird stark durchgesetzt. Wir raten davon ab, in Luxemburg wildcampen zu gehen.

Malta

Wildcamping in Malta ist nicht legal und wird auch nicht toleriert. Ich habe allerdings einige Freunde, die das dort ohne Probleme getan haben. Anscheinend kann man auch einen Gemeinderat um eine offizielle Erlaubnis bitten.

Mazedonien

Wildcamping in Mazedonien ist nicht erlaubt, wird aber in den meisten Gebieten toleriert und auch viele Einheimische gehen gerne wild campen. Achte nur darauf, wo du dein Zelt aufschlägst, und du wirst keine Probleme haben.

Montenegro

In Montenegro darf man nicht wild campen, es wird aber in vielen Gegenden toleriert. Halte dich einfach von Nationalparks und Stränden fern. Touristische Gebiete sind im Allgemeinen gut zu meiden, wenn man in Montenegro wild campen möchte.

Niederlande

Wildcamping in den Niederlanden ist nicht legal und es gibt nicht viel wilde Natur, die dazu einlädt. Es gibt einige Campingplätze, auf denen man gegen einen Unkostenbeitrag ein Zelt aufschlagen darf.

Portugal

Wildcamping in Portugal ist illegal. Man kann in der Nebensaison damit durchkommen, wenn man unter dem Radar bleibt und sich von Stränden fernhält. Es kommt allerdings zunehmend zu Kontrollen durch die Polizei.

Slowakei

In der Slowakei darf man wildcampen. Man muss sich jedoch von Nationalparks und Schutzgebieten fernhalten. Außerdem sollte man auch auf offenes Feuer verzichten.

Slowenien

Wildcamping in Slowenien ist nicht erlaubt. Wenn man dies jedoch außerhalb von Nationalparks oder Schutzgebieten tun würde, wird man dabei wahrscheinlich keine Probleme haben. Trotzdem ist es gesetzlich nicht erlaubt.

Ich persönlich war Wildcampen in den wunderschönen Bergen, die Slowenien zu bieten hat. Und ich hatte dabei nie Probleme.

Schweiz

Wildcamping ist in den Tälern, bewohnten Gebieten und Wäldern nicht erlaubt. Möglicherweise findet man aber lokale Ausnahmen. Wenn man in der Schweiz wild campen und sich von bewohnten Gebieten fernhalten möchten, sei diskret und respektvoll. Die Chancen stehen ziemlich schlecht, dass man Probleme haben würden, selbst wenn man von einer Behörde entdeckt werden würden.

Man wird möglicherweise gebeten zu gehen, aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass man eine Geldstrafe bekommt, wenn man bei der Auswahl seines Platzes vorsichtig war und kein Chaos angerichtet habt.

Türkei

Wildcamping in der Türkei ist völlig legal und es gibt so gut wie keine Einschränkungen. Die Tourismusbehörde der Türkei hat auch viele Informationen für wildes Campen in der Türkei bereitgestellt.

Eine persönliche Empfehlung von mir ist es, darauf zu achten, wo man sein Zelt aufschlägt. Ich musste einmal in der Türkei ein Zelt aufschlagen, während wir durch die Gegend gereist sind. Wir hatten nicht viel Zeit, um uns für einen Ort zu entscheiden. Wir sind in der Nähe eines Stadtgebiets gelandet und wurden am nächsten Morgen von einem Mann geweckt, der Geld von uns wollte und behauptete, das Land gehöre ihm.

Wildcamping in Osteuropa

Die meisten osteuropäischen Länder haben überhaupt keine Gesetze oder Vorschriften in Bezug auf wildes Camping.

Armenien, Georgien, die Ukraine, Weißrussland und Moldawien sind Länder, in denen es keine Gesetze gegen Wildcampen gibt. Man kann also so ziemlich überall campen, wo man möchte. Mit Ausnahme einiger Nationalparks in der Ukraine.

Einige dieser Länder haben nur wenig abwechslungsreiche Natur zu bieten. Aber ich kann Georgien wirklich empfehlen. Ich habe ein paar Tage damit verbracht, durch Georgia zu reisen. Schlafen in den Bergen unter dem beeindruckendsten Nachthimmel, den ich je gesehen habe.

Sei in allen oben genannten Ländern aber besonders vorsichtig, wenn du ein Lagerfeuer machen möchtest. Es kann lokale oder saisonale Regeln geben, um Waldbrände zu vermeiden.

Rumänien

Wildcamping in Rumänien ist nicht erlaubt, wird aber total toleriert. Ich habe das persönlich in Rumänien gemacht. Es gibt viel schöne Natur zu entdecken. Und obwohl wildes campen technisch nicht erlaubt ist, wird es nicht durchgesetzt.

Russland

Wildcamping in Russland ist mit den folgenden Ausnahmen legal: Kirchenland, Privatland und in der Nähe von Stauseen.

Abgesehen davon kann man wild campen und sogar ein Lagerfeuer machen. Werfe aber einen zweiten Blick auf die Lagerfeuerregeln. In einigen trockenen Sommermonaten ist ein offenes Feuer möglicherweise verboten. Stelle sicher, dass du nicht länger als eine Nacht am selben Ort bleibst.

Der eigentliche Visa- und Registrierungsprozess ist tatsächlich komplizierter als die Regeln des Wildcampings. Wenn man als Tourist nach Russland kommt, muss man sich registrieren lassen und angeben, wo man sich aufhalten wird. Und wenn man beim Wildcampen von den Behörden überprüft wird und weit entfernt von der Provinz oder Stadt ist, in der man sich registriert hat, könnte man Probleme bekommen. Der gesamte Prozess hängt jedoch davon ab, aus welchem ​​Land man stammt. Wenn du also vor der Einreise eine russische Visumsberatung benötigst, besuche zuerst die Visa-Website deiner Regierung.

Ich bin persönlich durch Teile Russlands gefahren und habe im Auto geschlafen. Wir haben uns in der Stadt registriert, die unserem Endziel am nächsten liegt, damit wir zumindest sagen können, dass wir in diese Stadt fahren, wenn wir überprüft werden.

Wie unterscheidet sich Wildcamping vom normalen Camping?

Wildes Campen ist ziemlich genau das, was das Wort aussagt. Außerhalb eines ausgewiesenen Campingplatzes zu campen. Draußen in der Wildnis.

Wenn man wildcampen geht, wandert man normalerweise jeden Tag ein Stück weiter in die Wildnis, bevor man sein Zelt für die Nacht aufschlägt. Am nächsten morgen geht es dann noch weiter in die Natur.

Im Gegensatz dazu lässt man beim regulären campen sein Zelt normalerweise einige Tage auf dem Campingplatz stehen, wo es sanitäre Anlagen und eine Stromversorgung gibt.

Was soll ich zum Wildcampen mitbringen?

Wenn dir das Konzept des Wildcampens gefällt und du einfach nur in die Wildnis hinaus willst, solltest du Folgendes mitbringen.

Zelt / Biwaksack

Dies ist dein Schutz und dein Zuhause in der Natur. Lerne, wie man es aufbaut, und mache dich damit vertraut, bevor du in die Wildnis aufbrichst.

Schlafsack

Der Schlafsack hält dich nachts warm. Stelle sicher, dass du einen Schlafsack dabei hast, der für das Klima und die Temperatur deiner Umgebung geeignet ist.

Isomatte

Eine Isomatte macht das Schlafen im Zelt angenehmer und wärmer, da man eine zusätzliche Schicht zwischen sich und dem Boden hinzufügt.

Campingkocher & Essen

Stelle sicher, dass du Utensilien zum Kochen und zum Essen mitbringst. Eine warme Mahlzeit mit majestätischer Aussicht genießen zu können, ist kaum zu übertreffen.

Taschenlampe

Eine Taschenlampe ist immer eine gute Idee und erleichtert dir das Leben nach Einbruch der Dunkelheit erheblich.

Schaufel / Tüten zum Vergraben / Entfernen von Toilettenabfällen.

Du solltest entweder Tüten mitbringen, damit du deinen Toilettenabfall in einen Mülleimer werfen kannst, wenn er verfügbar ist, oder eine Schaufel, damit du sie mit ein paar Handgriffen vergraben kannst.

Achte auf den Brandschutz

Informiere dich über die örtlichen und aktuellen Brandschutzbestimmungen für das Gebiet, in dem du wild campen möchtest. Wenn du ein Feuer machen kannst, lerne, wie du es sichern kannst. Du möchtest nicht die Ursache eines Waldbrands sein!

Du willst mehr lesen?

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