Wenn es um Goggles geht, ist die Auswahl riesig. Zum Glück lässt sich Spreu ziemlich schnell vom Weizen trennen – vorausgesetzt, du weißt, worauf du achten musst und wie du die richtigen Ski- bzw. Snowboardbrillen auswählst. Noch besser für dich, dass wir sowas wie Experten auf diesem Gebiet sind!

Goggles gehören zu den am meisten unterschätzten Teilen der Ski- und Snowboard-Ausrüstung. Viele Einsteiger greifen einfach zum günstigsten Modell. Was sie dabei oft nicht verstehen: Qualität macht bei Brillen einen enormen Unterschied – und bei schlechter Qualität zahlt man früher oder später doppelt.
Während Anfänger also verzweifelt ihre Fleeceärmel in die Brille stopfen, um den Nebel loszuwerden, cruist du mit glasklarer Sicht den Hang hinunter – froh darüber, dass dein Facecover dein selbstzufriedenes Grinsen verdeckt. Damit du genau dort landest, haben wir die wichtigsten Tipps und Infos für dich gesammelt. Wenn du also bereit bist für ein visuelles Upgrade, messerscharfe Sicht und – nicht zu vergessen – stilistische Überlegenheit: Let’s drop in!
Finde die richtige Skibrille
Die richtige Passform ist entscheidend, denn deine Goggles trägst du den ganzen Tag – und das direkt auf deiner Haut. Triple-Layer-Schaum passt sich deinen Gesichtszügen an, verbessert die Belüftung und leitet Feuchtigkeit zuverlässig ab. Das sorgt für Komfort bei wechselnden Bedingungen. Weiche TPU-Rahmen erhöhen zusätzlich den Tragekomfort, da sie besonders flexibel sind.
Auch das Zusammenspiel mit deinem Helm ist wichtig. Die Brille sollte sauber am Helmschirm anliegen, ohne Lücke („Gaper Gap“), und das Band sollte straff, aber nicht zu eng sitzen. Ein zu lockeres Band rutscht, ein zu strammes kann den Rahmen verziehen und Belüftung oder Komfort beeinträchtigen.
Hochwertige Ski- und Snowboardbrillen sind mit Doppelscheiben ausgestattet. Der Luftspalt zwischen Innen- und Außenscheibe wirkt isolierend und reduziert das Beschlagen. Zusätzlich sollte die Linse über eine Anti-Glare- oder Anti-Reflex-Beschichtung verfügen, um störende Lichtreflexionen auf dem Schnee zu minimieren.
Auch die Tönung spielt eine wichtige Rolle für Sicherheit und Komfort. Viele Marken setzen auf kontrastverstärkende Technologien wie HD-Filter oder spezielle Farbanpassungen. Diese helfen, Unebenheiten, Schatten und Eisplatten besser zu erkennen. Achte außerdem unbedingt auf 100 % UVA- und UVB-Schutz sowie eine Anti-Kratz-Beschichtung.
Magnetische Linsen sind schnell gewechselt, können sich bei Stürzen jedoch lösen, wenn sich der Rahmen verformt. Quick-Lock-Systeme, bei denen die Linse fest im Rahmen verankert wird, bieten deutlich mehr Stabilität. Sie sind Teil der Rahmenstruktur, bleiben auch bei starken Belastungen sicher an Ort und Stelle und dichten außerdem besser gegen Feuchtigkeit ab.
Der Wechsel dauert minimal länger, zahlt sich aber durch bessere Zuverlässigkeit und weniger Beschlagen wirklich aus. Zudem sind Quick-Lock-Linsen oft günstiger im Ersatz – ein Pluspunkt, da Linsen mit der Zeit nun mal Kratzer bekommen.
VLT (Visible Light Transmission) beschreibt, wie viel Licht durch die Linse gelangt.
Die Farbe der Gläser kann dir helfen, die VLT einzuschätzen, wenn der exakte Wert nicht angegeben ist. Pink-, Gelb- oder Champagnertöne liegen meist im höheren VLT-Bereich, eignen sich also ideal für schwaches bis mittleres Licht und verbessern den Kontrast bei flachem, kontrastarmen Schnee.
Rote Gläser sind solide Allrounder für gemischte Wetterbedingungen. Schwarze, silber-verspiegelte, blaue oder grüne Gläser haben oft eine niedrigere VLT, da sie dunklere Tönungen oder Spiegelbeschichtungen verwenden. Diese Farben sind besonders für sonnige Tage geeignet, um Blendung zu reduzieren und die Augen vor starkem Licht zu schützen.
Die richtige Brille definiert sich nicht nur über Style oder Farbe. Die kleinen Details machen auf dem Berg den großen Unterschied – vor allem für Komfort und klare Sicht.
Die Belüftung gehört zu den wichtigsten Merkmalen guter Skibrillen. Die meisten Modelle haben Einlassöffnungen oben und Auslassöffnungen unten. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass die Luft während der Abfahrt durch den Rahmen zirkuliert und ein Beschlagen der Gläser verhindert wird.
Der Luftstrom transportiert warme, feuchte Luft nach außen, bevor sie auf der Linse kondensieren kann – so bleibt die Sicht klar. Damit die Belüftung optimal funktioniert, solltest du darauf achten, dass Mütze, Kapuze oder Gesichtsmaske die Lüftungsöffnungen nicht blockieren. Schon kleine Hindernisse stören den Luftfluss, wodurch die Brille schnell beschlagen kann – und wenn das passiert, lässt sich das Beschlagen nur schwer wieder beseitigen.
Skibrillengläser sind so konzipiert, dass sie leicht sind. Das bedeutet aber auch, dass sie sich manchmal leichter zerkratzen als Sonnenbrillen. Eine Lösung? Viele Marken versehen die Außenseite der Gläser mit einer Anti-Kratz-Beschichtung. Diese macht die Gläser zwar nicht unzerstörbar, schützt sie aber vor kleinen Kratzern durch Schnee, Eis oder versehentliche Stöße.
Kratzfreie Gläser sorgen dafür, dass dein Sichtfeld länger klar bleibt und verlängern die Lebensdauer der Brille. Um die Beschichtung optimal zu nutzen, bewahre die Brille in ihrem Etui auf und reinige sie nur mit einem Mikrofasertuch.
Ein guter Brillenriemen sollte breit, bequem und leicht verstellbar sein – auch mit Handschuhen. Eine Silikonbeschichtung auf der Innenseite sorgt dafür, dass der Riemen sicher auf dem Helm sitzt und beim Fahren nicht verrutscht. Die Spannung sollte eng anliegen, aber nicht drücken.
Sitzt das Band zu fest, entstehen Druckstellen im Gesicht. Sitzt es zu locker, können Lücken entstehen, durch die Wind und Schnee eindringen. Ein ausgewogenes, gleichmäßiges Anpassen sorgt also für den besten Sitz, eine optimale Abdichtung und maximalen Komfort.
Die Skibrille sollte eng am Helm anliegen, ohne dass zwischen Rahmenoberkante und Helmschale eine Lücke entsteht. So wird verhindert, dass kalte Luft auf die Stirn trifft, und die Gefahr des Beschlagens wird reduziert. Sitzt die Brille richtig, passt sie sich natürlich dem Gesicht an und folgt der Kontur des Helms.
Manche tragen ihre Goggles über einer Mütze und unter dem Helm. Das ist grundsätzlich möglich, kann aber dazu führen, dass der hintere Helmteil den Riemen nach unten drückt und die Brille nach hinten kippt – ein schlechter Sitz. Für die beste Passform empfiehlt es sich, die Brille über dem Helm zu tragen. Schließlich sind sie genau dafür konzipiert.
Die meisten Gläser haben eine oleophobe Beschichtung, die Öl und Fingerabdrücke abweist. Deshalb solltest du sie nur mit einem Mikrofasertuch oder dem weichen Beutel reinigen, in dem die Goggles geliefert werden. Verzichte auf Papierhandtücher, Kleidung oder Handschuhe – sie können die Linse zerkratzen. Auf keinen Fall die Finger benutzen, da die enthaltenen Öle die Anti-Beschlag-Beschichtung innen beschädigen können. Sollte Schnee in die Linse gelangen, ausschütteln und an der Luft trocknen lassen, statt abzuwischen.
Beim Trocknen der Brille einen warmen, gut belüfteten Ort wählen – niemals auf der Heizung oder direkt an einer Wärmequelle. Das kann den Rahmen verziehen oder die Linse beschädigen. Wenn möglich, die Linse herausnehmen, um den Luftstrom zu verbessern und das Trocknen zu beschleunigen. Sobald die Goggles vollständig trocken sind, in ihrem Etui oder Beutel aufbewahren, um sie vor Staub und Kratzern zu schützen.
Goggles sind eines der wichtigsten Teile deiner Skiausrüstung, deshalb lohnt es sich zu wissen, wie man sie richtig pflegt und wann ein Upgrade nötig ist. Die folgenden schnellen Antworten behandeln die häufigsten Fragen, die uns Fahrer stellen.
Wenn die Beschichtung zerkratzt ist, sich ablöst oder die Brille schneller beschlägt als früher. Auch bei beschädigtem Rahmen oder zusammengedrücktem Schaum ist es Zeit für Ersatz. Die meisten Rider wechseln alle paar Saisons.
Lüftung freihalten, Innenseite nie wischen, Brille und Helm passend kombinieren und Schnee einfach schmelzen lassen. Zwischen den Sessions trocken lagern – fertig.
Bei Quick-Lock-Systemen (z. B. Montec oder Dope Snow) den oberen Rahmen leicht anheben, Linse lösen und vorsichtig herausnehmen. Neue Linse zuerst am Nasensteg einsetzen, dann nach außen arbeiten. Niemals mit Gewalt.
Eng anliegend, aber ohne Druckstellen. Sie sollten beim Kopfschütteln nicht verrutschen und trotzdem bequem bleiben.
Die richtige Ski- und Snowboardbrille wählst du anhand von Passform, Linsenleistung und Features, die dir bei allen Bedingungen klare Sicht garantieren. Setze auf Komfort, gute Belüftung und eine Linse, die zu den Lichtverhältnissen passt, in denen du meist unterwegs bist. Mit der richtigen Pflege begleiten dich deine Goggles zuverlässig über viele Saisons hinweg.
Feierst du den Artikel oder hast noch Fragen zu Ski- und Snowboardbrillen? Schreib uns an crew@ridestore.com – wir helfen dir gern weiter!
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch stets alle Geschlechter.
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