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Ridestore setzt auf Papierverpackungen | Dope Snow & MONTEC

Es lässt sich kaum leugnen: Plastikmüll richtet enormen Schaden in unserer Umwelt an. Für uns war daher klar, dass wir nicht Teil dieses Problems sein wollen. Genau deshalb hat unser Co-Founder Linus uns dazu angestoßen, unsere Verpackungen für MONTEC und Dope Snow grundlegend zu hinterfragen. Gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach Materialien gemacht, die besser zu unseren Produkten passen – und vor allem zu unserer Umwelt und den Bergen, die wir so lieben. Und das unabhängig von den Kosten.

Dabei sind wir systematisch und wissenschaftlich vorgegangen: Wir haben die Verfügbarkeit verschiedener Materialien geprüft, Lebenszyklusanalysen (LCAs) durchgeführt und Produktionsprozesse untersucht. Zusätzlich haben wir uns intensiv mit Studien und Forschungsergebnissen beschäftigt – zu Umweltverschmutzung, CO₂-Äquivalent-Emissionen, Recyclingmöglichkeiten, neuen Technologien und dem Verhalten von Konsumenten. Und wohin hat uns all dieser Aufwand geführt? Schauen wir es uns an.

Materialbewertung und Partnerschaften

Papier schien zunächst der naheliegende Ersatz zu sein. Doch bei genauerer Betrachtung wurde schnell klar, dass viele kommerziell verfügbare Papierverpackungen indirekt zur Abholzung von Wäldern beitragen. Hinzu kam, dass ein Großteil dieser Materialien außerhalb der USA oder der EU produziert wird – was längere Transportwege und damit höhere Emissionen bedeutet. Der Umstieg war also deutlich komplexer, als wir anfangs gedacht hatten.

Außerdem zeigte sich: Verpacken wir unsere Produkte in klassischen Kartons, benötigen sie deutlich mehr Platz als in Kunststoffbeuteln. Das hätte beim Versand mehr Volumen, mehr Transporte und letztlich einen höheren ökologischen Fußabdruck zur Folge – alles andere als ideal.

Auch biologisch abbaubare, wasserlösliche Kunststoffe standen zur Diskussion. Doch sie sind sehr energieintensiv in der Herstellung und in der Praxis meist nicht recycelbar. Gerade als wir dachten, alle Optionen ausgeschöpft zu haben, stießen wir auf Billerud …

Zusammenarbeit mit Billerud

Bewertung von Materialien und Aufbau von Partnerschaften

Billerud war unser echter Eureka-Moment. Das innovative schwedische Unternehmen entwickelt nachhaltige, extrem robuste Papierverpackungen, die trotz ihres geringen Materialeinsatzes zuverlässig schützen. Somit hatten wir plötzlich eine Lösung gefunden, die unsere Produkte sicher verpackt, ohne unnötig Platz zu beanspruchen.

Dank des schwedischen Standorts von Billerud konnten wir außerdem Transportwege verkürzen und damit Emissionen reduzieren. Und als wäre das nicht genug, setzt Billerud auf verantwortungsvolle nordische Forstwirtschaft und ist FSC-zertifiziert – ein weiterer wichtiger Pluspunkt für uns.

Eine umfassende Lebenszyklusanalyse zeigte schließlich, dass der Einsatz von Papier-Versandtaschen von Billerud im Vergleich zu unseren bisherigen recycelten Kunststoffverpackungen 62–68 % weniger Treibhausgasemissionen verursacht. Die Entscheidung lag damit auf der Hand: Wir haben unsere recycelten LDPE-Beutel durch die Papier-Mailer von Billerud ersetzt.

Verpackung ganz ohne Plastik

Nachdem wir die äußere Verpackung neu gedacht hatten, nahmen wir uns als Nächstes die inneren Schutzhüllen unserer Produkte vor. Um unseren Plastikverbrauch weiter zu reduzieren, stellten wir von gebrandeten LDPE-Ziplock-Beuteln auf dünnere, ungebrandete Varianten um – und senkten so den Kunststoffanteil um 32 %. Diese Beutel können in unserem Lager vollständig entfernt und zu 100 % der Wiederverwendung oder dem Recycling zugeführt werden.

Im nächsten Schritt werden die Produkte direkt im Lager in Papierhüllen verpackt und anschließend an unsere Kunden versendet. So stellen wir sicher, dass kein Plastik bei dir zu Hause ankommt. Ein zusätzlicher Vorteil: Plastikfreie Verpackungen nehmen dir auch die Verantwortung ab, dieses korrekt zu entsorgen oder zu recyceln.

Falttechniken und Zukunftspläne

Falttechniken und Zukunftspläne

Unsere neuen Papierhüllen lassen deutlich weniger Spielraum beim Verpacken mehrerer Produkte – vor allem bei größeren Teilen wie Skijacken oder Snowpants. Doch genau hier kamen unser Co-Founder Emil und unsere CEO Elin ins Spiel. Gemeinsam entwickelten sie das sogenannte „Tetris-Projekt“: fünf speziell ausgearbeitete Falttechniken, mit denen sich unsere Produkte kompakt verpacken lassen, ohne ihre Form oder Struktur zu beeinträchtigen. Das Ergebnis: Mehr Artikel können in einer einzigen Sendung verschickt werden und benötigen dabei deutlich weniger Platz. So vermeiden wir zusätzliche Transportwege – und reduzieren Emissionen dort, wo es wirklich zählt.

Heute sind bereits über 90 % unserer Verpackungen plastikfrei. Allein im Jahr 2023 konnten wir dadurch 10 Tonnen Plastik (rund 22.000 lbs) einsparen. Doch für uns ist das kein Endpunkt, sondern ein weiterer Schritt auf unserem Weg. Unsere Teams arbeiten kontinuierlich an neuen Lösungen und hören genau auf das Feedback unserer Community. So schaffen wir es, Plastikmüll um ein Wesentliches zu reduzieren, uns auf nachhaltigere Verpackungskonzepte zu konzentrieren – und dabei weiterhin unsere leistungsstarke Dope Snow und MONTEC Gear verantwortungsvoll bis vor deine Haustür zu bringen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch stets alle Geschlechter.

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